Der Fotograf macht die Fotos, nicht die Kamera?

Hallo!

Heute möchte ich ich mal einem beliebten Irrtum widmen (dem ich selbst einige Zeit auferlegen bin): Nicht das Equipment ist entscheidend, sondern das Auge des Fotografen …

Sicherlich entscheidet der Blick des Fotografen, was überhaupt auf die Speicherkarte kommt, aber was nützt einem das „beste Auge“, wenn man mit Einsteiger-Kamera, lichtschwachem Standardobjektiv und eingebautem Blitz eben doch nur die Bilder macht, wie jeder andere mit seiner handlichen Kompakten? Klar, die Bildqualität selbst einer 300 Euro-Einsteiger-Spiegelreflex wird unterm Strich besser sein als die einer Kompakt-Digitalen, aber mit dem Erwerb eines DSLR-Modells wird man nicht automatisch zum Fotografen. Genauso wenig, wie wenn man mit einer kiloschweren Foto-Tasche, gefüllt mit dem Gegenwert eines gut ausgestatteten Kleinwagens durch die Gegend rennt. Die Balance macht (wieder einmal) den Unterschied. Doch da greife ich ja schon wieder voraus. Der Reihe nach:

Gutes Werkzeug ist wichtig!

In der Event- und ganz besonders bei der Hochzeitsfotografie kommt es nunmal auf ausfallsichere (ganz wichtig!!!), robuste und qualitativ hochwertige Ausrüstung an. In der Kirche, in der nicht geblitzt werden darf, kommt man eben mit einem Teleobjektiv für 300,- an einer ebenso teuren DSLR nicht so ohne weiteres in Verschlusszeiten, die man unverwackelt halten kann und die sauber (und stimmungsvoll) belichtete Bilder hervorbringen. Kann ja auch nicht, sonst hätten Objektive der 2000 €-Liga ja keine Berechtigung. Aber genau in solchen Situationen spielen diese Boliden ihre Stärken aus: Eine ratzescharfe Offenblende f2.8, ein vierstufiger Bildstabilisator, und das an einer Kamera, an der man ohne Grausen einen ISO-Wert von 3200 einstellen kann, sind die Mindestausstattung für unwiederbringliche (!!!) Momente während der Trauung. Besser geht das wohl nur noch mit Festbrennweiten-Objektiven mit f1.2, die aber mindestens aus der Preiskategorie um die 1.500€ und mehr aus den Regalen zu fischen sind.

Den Unterschied sieht jeder – die Frage ist nur, ob einem dieser Qualitätsunterschied auch den Aufpreis wert ist. Und da sprechen ich nicht nur für den Fotografen, sondern auch für Kunden und Brautpaare, die ja prinzipiell immer die Wahl haben, „Onkel Bert“ mit seiner brandneuen Spiegelreflex um die fotografische Hochzeitsbegleitung zu fragen, oder sich für einen Fotografen zu entscheiden, der gutes Equipment kreativ, sicher und vor allem reproduzierbar einzusetzen weiß. Der ein oder andere gute Schnappschuss wird jedem mit nahezu jeglichem Fotoapparat gelingen – aber das ist ja nicht das, was man sich von einer professionellen Reportagebegleitung erhofft: ein paar brauchbare Schnappschüsse! Ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen, muss jeder Hochzeitsfotograf zugeben, dass wahrlich nicht jede gemachte Auslösung ein Meisterwerk sein kann. Doch die „safe shots“, eben die wichtigen und grundlegenden Bilder sitzen und sind im Kasten.

Zu diesem Thema gibt es noch einiges mehr zu sagen, doch das hebe ich mir für einen weiteren Blogbeitrag auf… Bis dahin!

Euer Micha

PS. (für die Technikinteressierten):

*Edit* Mein aktuelles (Hochzeits- und Event-)Equipment besteht aus
2x Canon EOS 5D Mark III
Canon EF 17-40 f4 L USM
Canon EF 24-70 f2.8 L USM
Canon EF 70-200 f2.8 L USM IS II
Canon EF 35 f1.4 L USM
Canon EF 50 f1.4 USM
Canon EF 85 f1.8 USM
Canon EF 100 f2.8 Makro L IS USM
Canon EF 135 f2 L USM
Canon Speedlight 600EX
Canon Speedlight 580EX I
Canon Speedlight 430EX II

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2 Kommentare zu “Der Fotograf macht die Fotos, nicht die Kamera?

  1. Pingback: “Mit gutem Foto-Equipment entstehen schneller schönere Bilder …” | Der Weddingshots-Blog

  2. Pingback: Der Hochzeitsfotograf steht Rede und Antwort, #Teil 2 | weddingshots.de

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